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Otto Braun

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Politiker Otto Braun, andere Bedeutungen unter Otto Braun (Begriffsklarung).


Otto Braun (* 28. Januar 1872 in Konigsberg/Ostpreussen (heute: Kaliningrad); † 15. Dezember 1955 in Locarno (Schweiz)) war ein deutscher Politiker (SPD) in der Weimarer Republik.

Als Ministerprasident des Freistaats Preussen war Braun massgeblich daran beteiligt, das republikanische Bollwerk Preussen in der Weimarer Republik aufzubauen. Im Gegensatz zur Reichspolitik gelang es ihm in Preussen, eine weitgehend stabile Regierung zu etablieren. In seine Amtszeit fallt unter anderem die Umgestaltung der offentlichen Verwaltung unter demokratischen Gesichtspunkten.

Der oft als Roter Zar von Preussen titulierte Braun war sowohl uberzeugter sozialer Demokrat als auch Preusse. Er betrieb eine zupackende, entschlossene Reformpolitik, die umstritten war, aber sich stets im Rahmen der Legalitat bewegte. Die Grenzen dieses Ansatzes wurden ihm am Ende der Weimarer Republik vorgefuhrt. Nach Preussenschlag und Machtergreifung Hitlers wurde seine Reformpolitik schnell und grundlich revidiert. Brauns Versuche, mit legalen Massnahmen dem illegalen Vorgehen entgegenzutreten, blieben wirkungs- und bedeutungslos.

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Otto Braun (links), Otto Wels (Mitte) und der preussische Innenminister Carl Severing, SPD, 1932
Table of contents
1 Leben
2 In der SPD
3 In der preussischen Regierung

3.1 Ministerprasident
3.2 „Demokratisches Bollwerk“ Preussen
3.3 Reformpolitik
3.4 Prasidentenwahl 1925
3.5 Ende der Weimarer Republik
3.6 Absetzung

4 Im Exil
5 Nachwirkung
6 Werke
7 Ehrungen
8 Literatur
9 Weblinks

Leben

Braun war Sohn eines Angestellten, der in seinem Leben den sozialen Abstieg vom selbststandigen Schuhmachermeister zum Bahnwarter erlitt. Otto Braun selbst absolvierte nach kurzer Schulzeit eine Lehre als Drucker. Er war eine eindrucksvolle Person: fast 1,90 Meter gross, breit gebaut, willensstark, mit ausgepragtem organisatorischem Talent und einer Fahigkeit auch komplizierte Gruppen zu fuhren. Einzig als Redner und Darsteller war er in der Weimarer Republik seinen Kontrahenten und Parteifreunden weit unterlegen. Dem sachlich und nuchtern denkenden und auftretenden Braun fehlte sowohl das rhetorische Geschick als auch das Vermogen, seine Zuhorer mit einer emotionalen Ansprache mitzureissen. Bei aller Pragmatik seiner Politik liess er sich stets von seiner tiefen humanistischen Uberzeugung vom Recht der Menschen auf Freiheit und politische Gleichberechtigung leiten.

Uber seine Frau Emilie, geborene Podzius, sind wenige Informationen uberliefert. Er lernte seine ein Jahr altere Frau in den 1890ern auf einer Parteiversammlung kennen, auf der er als Redner auftrat. In Brauns Zeit als Ministerprasident trat Emilie nie in der Offentlichkeit auf, im engeren Freundes- und Bekanntenkreis war sie schweigsam und wirkte in sich gekehrt. Gleichwohl scheint sie sehr energisch und selbstbewusst gewesen zu sein, denn sie war angeblich in der Lage, den auch nicht gerade willensschwachen Braun zu Hause in seine Schranken zu weisen. Emilie war mit Kathe Kollwitz befreundet. Am 3. April 1894 heirateten Emilie und Otto vor dem Amtsgericht Konigsberg. Da Emilie 1927 unheilbar erkrankte, war das Leben des Paares seit den 1920ern weitgehend auf das Haus beschrankt. Nach Augenzeugenberichten pflegte Braun seine Frau aufopfernd, seine Flucht in die Schweiz 1933 scheint vor allem aus Sorge um Emilie geschehen zu sein. Sein einziges Kind, Erich, starb 1915 mit 21 Jahren im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger an der Diphtherie – ein Verlust, der Braun tief traf.

[[Bild:Konigsberg_Schlossturm_und_Kaiser_Wilhelm_(1890-1900).jpg|thumb|left|210px|Konigsberg um 1895, Schlossturm und Kaiser Wilhelm]]

Braun liebte die Natur Ostpreussens. In dem Neue-Welt-Kalender der SPD aus dem Jahr 1911 schrieb er uber Ostpreussen:

Dem oberflachlichen Beobachter geht das Herz auf, wenn er an einem hellen Sommertage durch die nordostlichen Ebenen unseres Vaterlandes wandert. Er schreitet an saftigen, farbenprachtigen Wiesen vorbei, wo das Summen der Bienen emsige Tatigkeit verrat. ... Aller gesellschaftlichen Fesseln befreit, sich eins fuhlend mit der ihn umgebenden herrlichen Natur, wirft er sich am Waldesrande in den Schatten eines Baums.

Spater als preussischer Minister und Ministerprasident, dem unter anderem die Staatsguter anvertraut waren, ging er gerne und oft auf die Jagd – was ihm einige personliche Angriffe einbrachte. Dabei wurde ihm von rechts vorgeworfen, er wurde nicht waidmannisch jagen, und von links, dass er ein derart aristokratisches Hobby pflege.

Braun engagierte sich schon fruh in der Sozialdemokratie. Dort gehorte er, beeinflusst vom Anarchosyndikalismus, anfangs zum linken Flugel. Er gab als Zwanzigjahriger grosstenteils im Alleingang eine Zeitung heraus und war in dieser Zeit die herausragende organisatorische Figur der SPD in Ostpreussen. Den grossten Teil seines Lebens verbrachte er als Berufspolitiker, erst als Abgeordneter, spater als Minister und schliesslich als Ministerprasident. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fluchtete Braun am 4. Marz 1933 in die Schweiz, wo er 1940 seinen Memoirenband Von Weimar zu Hitler verfasste. Auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs blieb er bis an sein Lebensende im Schweizer Exil. Er besuchte zwar noch die Bundesparteitage der SPD, hielt sich aber sonst aus dem politischen Leben zuruck. Obwohl er nach aussen oft als hart und sachlich, oder als preussischer Eisberg beschrieben wurde, hielten ihn enge Freunde und Bekannte fur sehr sentimental und von tiefen humanistischen Grunduberzeugungen geleitet.

In der SPD

Brauns Karriere war in ihren Grundzugen typisch fur viele Funktionare der SPD in der Weimarer Republik. Bereits im Alter von 16 engagierte Braun sich illegal 1888 in der unter dem Sozialistengesetz verbotenen SPD. Er wurde Vorsitzender des Arbeiter-Wahlvereins Konigsberg und spater Produzent, Redakteur und Drucker wechselnder sozialdemokratischer Zeitschriften. In einer Gegend, in der bereits mehrere Versuche der SPD gescheitert waren, eine Parteizeitung zu etablieren, grundete Braun ein erfolgreiches Blatt und zwar ohne Startkapital, mit minimaler Unterstutzung der Parteifuhrung und unter abenteuerlich anmutenden Vertriebsbedingungen im grossagrarisch gepragten landlichen Raum. Besonders hatte er in dieser Zeit mit den Landarbeitern Ostpreussens zu tun und entwickelte sich so zum Experten fur Agrarpolitik in der Partei sowie zum lebenslangen Gegner der Ostelbischen Landjunker. In seiner spateren Schrift Das ostelbische Landproletariat schrieb er in seiner sperrigen Prosa:

Die ausgebeutete, entrechtete ostelbische Landbevolkerung ist also der Sockel, auf dem zum uberwiegenden Teil die Macht des ostelbischen Junkertums ruht und auf den gestutzt er seine volksaushungernde und entrechtende Raubpolitik treibt. Dieser Sockel muss aber in dem Mass morscher werden, als es gelingt, in den Bevolkerungsgruppen, die ihn bilden, den sozialdemokratischen Grundsatzen Verbreitung zu schaffen.

Otto Braun regte die Grundung des deutschen Landarbeiter-Verbandes an. Er war Vorsitzender der lokalen Ortskrankenkasse und Mitglied des Stadtrates von Konigsberg.

1892 erhielt Braun eine zweimonatige Haftstrafe wegen Majestatsbeleidigung. 1904 wurde gegen Braun und andere Sozialdemokraten ein Verfahren wegen Hochverrats eingeleitet. Die Anklager beschuldigten ihn, anarchistische und zum Sturz des Zaren aufrufende Schriften nach Russland eingefuhrt zu haben. Die Beweise wurden vom Gericht nicht als stichhaltig angesehen. Zum anderen war Hochverrat an auslandischen Monarchen in Deutschland zu dieser Zeit nur strafbar, wenn mit dem entsprechenden Land ein Abkommen auf Gegenseitigkeit geschlossen war. Mit Russland war dies nicht der Fall.

1898 wurde er Vorsitzender der SPD Ostpreussens, 1905 ubernahm er als Mitglied der Kontrollkommission sein erstes Amt auf Reichsebene. Braun ruckte 1911 als Hauptkassierer in den Reichsvorstand der SPD auf, dem er bis 1917 angehorte. 1913 bekam er ein Mandat im Abgeordnetenhaus Preussens. Obwohl anfangs dem linken Flugel der Partei zugehorig, trennten den Autodidakten doch Welten von den oft hoch gebildeten spateren Spartakisten und Kommunisten. Er fand deren Argumentation zu weltfremd, zu theoretisch und zu wenig an erreichbaren und praktischen Zielen ausgerichtet. Bereits 1895 kommentierte er die Diskussionen um ein Agrarprogramm in der Partei:

Fur die praktische Agigation bietet der Entwurf nichts. Um Doktorfragen hat man dort wie in der ganzen Debatte gestritten.

Nach der Ablehnung des Entwurfs durch die Partei:

Also lassen wir unser Programm, welches uns schon uber manchen Berg geholfen hat und zu manchem Siege gefuhrt hat, vorlaufig ganz unberuhrt, und quacksalbern wir nicht so oft daran herum, das kann zu keinem guten Resultat fuhren. Anders aber mit unserer Taktik, die hat sich zu allen Orten auf Grund unseres Programms naturlich den jeweiligen Verhaltnissen anzupassen.

An Rosa Luxemburg kritisierte er ihre „unausstehliche schulmeisterliche Manier“.

Im Ersten Weltkrieg blieb er auf Seiten der MSPD und unterstutzte die so genannte Burgfriedenspolitik der Partei. Diese sollte wahrend des Krieges innenpolitische Auseinandersetzungen in Deutschland verhindern. 1917 beteiligte er sich an der Organisation des Januarstreiks, 1918 wird er fur die MSPD Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat Berlins. Braun, dem Zuverlassigkeit und organisatorische Effizienz am Herzen lagen, wurde im Rat nicht glucklich. In diesem herrschten oft wechselnde Mehrheiten, die personelle Zusammensetzung war hochgradig vom Zufall abhangig und oft drehten sich die Diskussionen nicht um praktische Fragen, sondern verloren sich in ideologischen Grundsatzdebatten. Aus dieser Zeit behielt er lebenslang eine Abneigung gegen das Rateunwesen.

[[Bild:Reichstagsgebaude.jpg|thumb|210px|Reichstagsgebaude (etwa 1894 bis etwa 1900)]]

Von 1920 bis 1933 war Braun Mitglied des deutschen Reichstags. Aufgrund der Interessenkonflikte zwischen Reich und Preussen und aufgrund Brauns oft zupackender und unkonventioneller Art kam es zu einer Entfremdung zwischen ihm und der Parteifuhrung der SPD in der Weimarer Republik. Wahrend Braun als Pragmatiker vor allem das Interesse der SPD/DDP/Zentrums-Koalition in Preussen und damit die Stabilitat der Regierung in den Mittelpunkt seines Handelns stellte, gingen fur die Partei- und Fraktionsfuhrung im Reichstag naturgemass die ureigenen Interessen der SPD vor. Insbesondere nach der Wiedervereinigung mit der USPD kam es oft zu Konflikten uber den politischen Kurs. Personliche Rivalitaten, besonders zwischen den beiden Fuhrungsfiguren Braun und Otto Wels verschlechterten das Kommunikationsklima weiterhin. Braun warf der SPD-Fuhrung vor, unverantwortlich zu handeln, diese attestierte Braun rucksichtloses Verhalten gegenuber der Partei und mangelnden Respekt vor sozialdemokratischen Grundsatzen.

Emotional erfolgte der Bruch als Braun Ende der 1920er die restaurierte Neue Wache in Berlin als Mahnmal an den Ersten Weltkrieg einweihte. Die politische Rechte weigerte sich, das Mahnmal eines „Vaterlandsverraters“ zu honorieren. Tiefer traf den aufgrund seines Sohnes personlich betroffenen Braun aber auch die einhellige Ablehnung der politischen Linken und der Sozialdemokratie. Eine fur ihn personlich aussergewohnlich wichtige Erinnerung erfuhr seitens seiner Genossen wenig mehr als Spott und Hohn.

In der preussischen Regierung

Braun war bereits im Kaiserreich Mitglied des preussischen Abgeordnetenhauses. 1918 wurde er unter Paul Hirsch Landwirtschaftsminister des Landes. Braun war gegen die Zerschlagung des Landes Preussen, das er als demokratische Ordnungszeile Deutschlands wahrnahm. Zudem furchtete er, dass die Auflosung Preussens die Annexionsforderungen der Siegermachte bestarken wurde. Als Landwirtschaftsminister versuchte er eine Agrarreform, die vor allem die machtigen Landbesitzer ostlich der Elbe entmachten sollte. Das Herzstuck seiner Vorstellungen war eine Siedlungspolitik, die ehemalige Soldaten auf brach liegenden Landereien ansiedeln sollte: So hatten die Soldaten selbst eine Zivilbeschaftigung gefunden; gleichzeitig hatte sich die angespannte Nahrungsmittellage im Reich verbessert. Erbitterter Widerstand der Grossagrarier, die zogerliche Haltung Hirschs und die Brauns Planen widersprechende Gesetzeslage liessen die Plane weitgehend scheitern.

Ministerprasident

Braun war von Marz 1920 bis Marz 1921, von November 1921 bis Januar 1925 und von April 1925 bis Mai 1932 preussischer Ministerprasident. Ironischerweise wurde er erst Ministerprasident, weil er seinen Gegnern als Landwirtschaftsminister gefahrlicher erschien und sie dementsprechend die eher rechten Koalitionsparteien beeinflussten. Er war damit machtigster Mann im mit Abstand grossten und bevolkerungsreichsten Bundesstaat der Weimarer Republik. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, die den instabilen politischen Verhaltnissen der Republik geschuldet waren, besetzte er dieses Amt zwolf Jahre lang bis zum Preussenschlag 1932.

Zu den zahlreichen Problemen, mit denen sich Braun befassen musste, gehorten die Auseinandersetzung mit den Grossgrundbesitzern und der mit ihnen verbundeten DNVP, Spannungen mit Polen sowie mit der polnischen Minderheit in Preussen uber Grenz- und Minderheitenfragen, Ruhrbesetzung und Ruhrkampf. Erschwert wurde ihm das Amt durch einen Kleinkrieg mit dem Kolner Oberburgermeister und Vorsitzenden der preussischen Provinzenvertretung, dem Staatsrat Konrad Adenauer, um den Status des Rheinlandes im preussischen Staat. Hinzu kam der Kleinkrieg mit der Familie der Hohenzollern uber ihren Familien- beziehungsweise preussischen Staatsbesitz, der bis zu einem Volksentscheid 1926 fuhrte. Innerhalb der Koalition war die Zentrumspartei der kritische Partner – diese hatte die meiste Zeit auch zusammen mit DNVP und DVP eine so genannte Rechtskoalition bilden konnen, wie sie es auf Reichsebene wiederholt tat.

„Demokratisches Bollwerk“ Preussen

Braun betrieb in dieser Zeit eine ehrgeizige Politik inmitten eines von Spannungen durchzogenen politischen Feldes. Brauns grosster Vorteil gegenuber der Reichspolitik waren zum einen die Wahlergebnisse – die Weimarer Koalition behielt stets eine knappe Mehrheit im Landtag –, zum anderen die preussische Verfassung: der Ministerprasident wurde vom Landtag gewahlt, konnte sich also anders als der Reichskanzler zumindest meist auf eine Mehrheit im Parlament verlassen.

Brauns wichtigste Verbundete waren die beiden sozialdemokratischen Innenminister des Landes Carl Severing und Albert Grzesinski. Die Koalition, die er fuhrte, bestand bestandig aus den Parteien der Weimarer Koalition, bis 1924 noch unter Hinzuziehung der DVP. Hauptkonfliktpunkte waren zum einen die Schulpolitik, zum anderen die Auseinandersetzungen um die Besetzung der Beamtenstellen. Wahrend die Zentrumspartei kirchlich gebundene Konfessionsschulen favorisierte, setzten SPD und DDP auf religios unabhangige staatliche Schulen. In der Besetzung der Beamtenschaft gab es Differenzen daruber, ob diese primar unter politisch-demokratischen Gesichtspunkten erfolgen sollte oder vorrangig unter den Gesichtspunkten der fachlichen Kompetenz, die aufgrund der Rekrutierung des Beamtennachwuchses bis 1919 ein grosses Ubergewicht konservativer und der Republik ablehnend gegenuberstehender Beamter ergab. Schliesslich kritisierten die Koalitionspartner ebenso oft die Agrarpolitik, die ihnen vor allem als „voller sozialistischer Experimente“ erschien.

Aufgrund seines autoritaren Regierungsstils wurde Braun als Zar von Preussen bezeichnet, Preussen selbst galt unter seiner Regierung als demokratisches Bollwerk. Die Regierungen wechselten wesentlich seltener als im Reich. Mit Braun blieb fast die gesamte Zeit ein einziger Politiker an der Macht.

Reformpolitik

In Brauns Amtszeit gelang unter anderem teilweise eine Bodenreform und eine demokratische Reform des Schulwesens. Die Besetzung des Beamten- und insbesondere Polizeiapparats mit Demokraten gehorte zu den vorrangigsten Zielen der Regierung Braun. Insbesondere nach dem Kapp-Putsch ergriff die Regierung anders als in anderen Landern konsequent Disziplinarmassnahmen gegen illoyale Beamte. Innenminister Grzesinski fasste das Programm anlasslich seines Amtsantritts 1926 zusammen:

  • Kampf gegen die Feinde der Republik.
  • Festigung der Staatsmacht, insbesondere durch den Ausbau der polizeilichen Exekutive.
  • Beseitigung der reaktionaren leitenden Beamten in der Staatsverwaltung und ihre Ersetzung durch uberzeugte Anhanger der Verfassung von Weimar, auch aus den breiten Schichten des Volkes.
  • Beseitigung der noch bestehenden junkerlichen Vorrechte in Preussen durch Aufhebung der Gutsbezirke.
  • Inangriffnahme und Durchfuhrung der staatlichen und kommunalen Verwaltungsreform.

thumb|180px|Paul von Hindenburg

Fast alle Oberprasidenten, Regierungsprasidenten, Landrate und Polizeiprasidenten wurden von Braun und Preussens Innenminister Carl Severing ausgewechselt. Insbesondere die preussische Polizei galt als einer der wichtigsten Garanten der Weimarer Republik. Am Ende war sie etwa 50.000 Mann stark, uberwiegend republikanisch gesinnt und teilweise paramilitarisch ausgebildet. Auch in der Zeit der Strassenkampfe, die Ende der 1920er und Anfang der 1930er haufig wurden, wusste sie sich zu behaupten.

Da es jedoch kaum Anhanger der Demokratie gab, die bereits eine Beamtenausbildung oder gar langere Erfahrung im Amt hatten, konnte die Umbesetzung nur teilweise durchgefuhrt werden. Besonders unterhalb der direkten Leitungsebene musste die Regierung viele kaisertreue Beamte im Amt belassen. Vor allem konservative und burgerliche Parteien lehnten eine „politische“ Neubesetzung von Stellen vehement ab, obwohl sowohl DDP als auch DVP uberdurchschnittlich viele Stellen in den Leitungsgremien der Verwaltung zugesprochen bekamen. Die Re-Integration der DVP in die preussische Regierung scheiterte mehrmals hauptsachlich an dieser Frage.

Prasidentenwahl 1925

Bei der Reichsprasidentenwahl 1925 kandidierte Braun fur die Nachfolge Friedrich Eberts ins Amt des Reichsprasidenten gegen den Zentrums-Politiker Wilhelm Marx, Karl Jarres von der DVP und Ernst Thalmann von der KPD. Die Sozialdemokraten setzten dabei auf eine reichsweit bekannte Fuhrungsfigur, die in ihrer Mentalitat Ebert nicht unahnlich war. Im ersten Wahlgang erhielt er 29 Prozent der Stimmen, ein Ergebnis, das um einiges besser war, als das SPD-Ergebnis bei der letzten Reichstagswahl. Weil das Zentrum sich weigerte, im zweiten Wahlgang einen sozialdemokratischen Kandidaten zu unterstutzen, zog Braun zugunsten Marx zuruck. Da es Marx aber ebenso wenig wie Braun gelang, das rechtskonservative Spektrum anzusprechen, verlor dieser gegen Paul von Hindenburg.

Ende der Weimarer Republik

Braun hatte anfangs, sowohl fur Beobachter als auch fur die beiden uberraschend, ein gutes Verhaltnis zum neuen Prasidenten Hindenburg. Der Ministerprasident, der den grossgewachsenen Generalfeldmarschall noch um eine Handbreit uberragte, war auch symbolisch einer der wenigen Manner, die Hindenburg auf Augenhohe begegneten. Weder war er im Alten System zu verfangen, um neben dem verehrten Held und gefeierten Weltkriegsveteran nicht auch den „politisch vollig naiven“ (Braun) Menschen zu sehen, noch litt er an dem in der damaligen Sozialdemokratie weit verbreiteten Komplex des sozialen Aufsteigers gegenuber den alten Machteliten. Eine gemeinsame Gesprachsebene fanden sie in ihrer beiderseitigen Leidenschaft fur die Jagd in Ostpreussen. Hindenburg erlebte Braun als einen Politiker, der weniger in ideologischen Finessen dachte, sondern innerhalb gewisser Grunduberzeugungen vor allem offen und pragmatisch an der Tagespolitik orientiert war. Hindenburg konstatierte nach ihrem ersten Treffen:

Meine Freunde in Hannover hatten mir gesagt, der Otto Braun sei ein fanatischer Hetzer. Jetzt sehe ich, dass er ein ganz vernunftiger Mensch ist, mit dem man uber alles sprechen kann.

Langfristig allerdings konnte Braun sich nicht gegen das Umfeld des Prasidenten durchsetzen. Spatestens nach dem Verbot des rheinischen Stahlhelms im Oktober 1929 – Hindenburg war Ehrenmitglied des Verbandes und nahm das Verbot personlich – war jede Vertrauensebene zwischen ihnen zerstort; der Prasident war bereit, sich politisch hinter den Preussenschlag zu stellen.

In der Endphase der Weimarer Republik versuchte Braun offensiv gegen die Nationalsozialisten vorzugehen. Er verbot wie erwahnt den rheinischen Stahlhelm und setzte zusammen mit der preussischen Polizei und den Innenministern Carl Severing und Albert Grzesinski das reichsweite Verbot der SA durch. Der Staatsschutz arbeitete vergleichsweise zielorientiert und erfolgreich gegen die NSDAP, allerdings waren sowohl seine Befugnisse als auch seine Moglichkeiten begrenzt. Nach dem Scheitern der Grossen Koalition im Reich unterstutzte die SPD im Reichstag weitgehend die Regierung Bruning, vor allem damit das Zentrum in Preussen weiterhin Braun unterstutzte und so die preussische Polizei weiter unter der Befehlsgewalt von Demokraten stand. Die Mehrheit Brauns schwand jedoch langsam, zumal sich die Gegner der Weimarer Republik zumindest zur Zusammenarbeit gegen die Regierung entschliessen konnten. 1930 stellten DNVP und KPD einen gemeinsamen Misstrauensantrag im Parlament, 1931 versuchte der Stahlhelm mit Unterstutzung von NSDAP, DNVP, DVP und KPD ein Volksbegehren zur Absetzung der marxistischen Regierung in Preussen durchzubringen.

Absetzung

thumb|230px|Das Gebaude des Reichsgerichtes in Leipzig

Bei den Landtagswahlen am 24. April 1932 verfehlte die Weimarer Koalition erstmals bei preussischen Wahlen die Mehrheit. Da jedoch auch keine andere mogliche Koalition eine Mehrheit gewonnen hatte, blieb Braun als geschaftsfuhrender Ministerprasident einer Minderheitsregierung im Amt. Braun selbst war bereits nach den Anstrengungen des Wahlkampfs in der Nacht vom 22. zum 23. April von einem korperlichen Zusammenbruch getroffen worden. Als sich abzeichnete, dass die Regierung weiter im Amt bleiben wurde, gab Braun die laufenden Amtsgeschafte an den Zentrumspolitiker Heinrich Hirtsiefer ab und bezog in Berlin-Zehlendorf sein Krankenlager. Am Morgen des 20. Juli 1932 uberbrachte ihm ein Ministerialbeamter das Entlassungsschreiben von Reichskanzler Franz von Papen. Braun reagierte auf den so genannten Preussenschlag, indem er versuchte zu von Papen vorzudringen. Angeblich war jedoch sein Dienstwagen bereits beschlagnahmt worden, Braun blieb in Zehlendorf und bereitete im Namen der preussischen Regierung eine Klage beim Reichsgericht vor. Von Papen nutzte sowohl das schlechte Wahlergebnis als auch die schwer angeschlagene Gesundheit Brauns, um das wichtigste Machtzentrum der republikanischen Parteien auszuhebeln, als vorgeschobener Anlass galt der Altonaer Blutsonntag. Braun blieb zwar offiziell Ministerprasident, seine Befugnisse wurden jedoch auf Reichskommissare ubertragen, deren oberster von Papen selbst war.

Das Reichsgericht lehnte es am 25. Juli ab, eine einstweilige Verfugung gegen von Papen zu erlassen. Braun verbrachte danach den Sommer in einem Erholungsurlaub im osterreichischen Bad Gastein und im schweizerischen Ascona. Ab Mitte Oktober war Braun wieder in Berlin, am 25. Oktober beschloss das Reichsgericht, dass die Massnahmen von Papens und Hindenburgs gerechtfertigt gewesen seien, dass die Regierung Braun aber weiterhin die verfassungsmassigen Rechte gegenuber Landtag und Reichsregierung behielt. Gesprache mit von Papen und von Hindenburg am 29. Oktober brachten keinen Fortschritt. Juristisch war Braun zwar noch Ministerprasident Preussens, seine einzige „Macht“ lag aber im Vorsitz von bedeutungslosen Treffen der so genannten Hoheitsregierung, wahrend Reichskommissar von Papen im Eiltempo die Reformen der letzten zwolf Jahre revidierte. Die Einsetzung Kurt von Schleichers als Reichskommissar brachte keine wesentlichen Unterschiede. Erst nach der Machtergreifung Hitlers sollte sich das andern. Hermann Goring sicherte sich mit Hilfe von Papens eine neue Notverordnung Paul von Hindenburgs, die die bedeutungslose Hoheitsregierung auch offiziell absetzte. Wieder beschrankten sich die Aktionen Brauns darauf, am 7. Februar 1933 eine Klage beim Reichsgericht einzureichen.

Erst die auf den Reichstagsbrand folgenden Ereignisse und Warnungen, dass sein Leben bedroht sei, veranlassten Braun zur Flucht. Am 2. Marz 1933 fluchtete er mit dem Auto uber die Grenze nach Osterreich. Diese Flucht am Wahltag, die noch vor Schliessung der Wahllokale bekannt wurde, verzieh ihm die Parteifuhrung der SPD nicht. Es wirkte auf sie wie eine Desertion, mit vielleicht desastrosen Auswirkungen auf das Wahlergebnis und einer demoralisierenden Wirkung auf die Verteidiger der Republik. Zwischen Braun und der Parteifuhrung im Exil, der Sopade, bestand praktisch kein Kontakt.

Braun selbst wurde im Nachhinein oft vorgeworfen, dass er sich kampflos ergeben hatte und nicht beispielsweise den Generalstreik ausgerufen oder mit Hilfe der zu dieser Zeit 50.000 Mann starken preussischen Schutzpolizei versucht hatte, seine Befugnisse wiederzuerlangen. Im Nachblick symbolisiert gerade Brauns Verhalten wahrend des Preussenschlags die Machtlosigkeit der demokratischen Krafte angesichts eines Feindes, der sich weder an Ordnung noch geltendes Gesetz gebunden fuhlte. Er selbst hielt ein aktiveres Vorgehen angesichts der politisch-militarischen Krafteverhaltnisse 1932 allerdings fur aussichtslos. Seiner Meinung nach hatte es unnotiges Blutvergiessen provoziert; Braun ergab sich dem Ende der Republik mit einer wirkungslosen Klage vor Gericht.

Im Exil

Nachdem Braun aus dem Umfeld des Reichsprasidenten vor einer Verhaftungswelle gewarnt worden war, fluchtete er am 4. Marz 1933 nach Ascona in der Schweiz, das er schon als Ferienort kannte. In der Schweiz war ihm jede politische Betatigung verboten, ebenso wie Erwerbsarbeit. Braun hatte zwar den grossten Teil seines Vermogens retten konnen, dieses aber, in der sicheren Zuversicht seine Pensionsbezuge als preussischer Ministerprasident ausgezahlt zu bekommen, fur ein Grundstuck mit Haus ausgegeben und dafur sogar noch Hypotheken aufgenommen. Nachdem klar war, dass er fast ohne Geld auskommen werden musse, zog sich Braun unter Depressionen in die Gartenarbeit und damit in die von ihm geliebte Natur zuruck. In einem Brief schrieb er, er brute uber dem „ganzen Jammer meines elenden Daseins“, er fragte sich: „Wie soll ich als 62-jahriger, abgearbeiteter Mann, der ich in meiner Bewegungsfreiheit durch meine gelahmte Frau noch stark behindert werde, mir unter den heutigen Bedingungen mir eine neue Existenz schaffen.“ Der Gestapo erschien es zwar unglaubhaft, dass der rote Zar sich im Exil mit Kartoffelanbau begnugte, aber sie selbst fand keine uberzeugenden Beweise des Gegenteils.

Im Sommer 1937 fluchtete Braun nach Paris, als ein Rechtsanwalt versuchte, funfhundert Mark Schulden uber die Schweiz einzutreiben; Braun bemuhte sich erfolglos, sein Haus zu vermieten oder zu verkaufen; aus Angst vor dem Gerichtsvollzieher verliess er schliesslich die Schweiz. In Paris hatte er erstmals wieder naheren Kontakt mit der SPD, vor allem aber fiel auf, dass er unter einem standigen manischen Selbstrechtfertigungszwang stand. Seine Freunde konnten ihn uberreden, seine Memoiren zu schreiben. Braun vergrub sich in den Akten, und 1938 war das Manuskript zu Von Weimar zu Hitler abgeschlossen. Ende 1939 erschien sein „politisches Testament“, stark gekurzt wegen der Schweizer Armee-Zensur.

Er war zudem nun in der Lage, sein Haus in Ascona zu einem guten Preis zu vermieten, so dass er zuruck in die Schweiz ziehen und dort zumindest der schlimmsten finanziellen Sorgen bis Kriegsanbruch enthoben leben konnte. Bei Kriegsanbruch ging es wieder bergab; es fand sich kein Mieter mehr, so dass Braun ohne Einkunfte in sein Haus zuruckziehen musste. Die Einnahmen aus seinem Buch reichten nicht mal fur die Hypothekzinsen seines Hauses. Im Sommer 1941 verkaufte Braun seine Uhr und „sonstige entbehrlichen Dinge, die man zu Geld machen kann.“ Einen grossen Teil der Zeit verbrachte er unter rheumatischen Anfallen im Bett, an seinen engsten Vertrauen Herbert Weichmann schrieb er, „wenn ich so in mancher Woche wie ein Bettelstudent von Freitisch zu Freitisch wandere, kann ich mich eines deprimierenden Gefuhls kaum erwehren.“

Erst der ehemalige Reichtagsabgeordnete Heinrich Georg Ritzel brachte Braun wieder ins soziale Leben zuruck. Er stellte Kontakt zum bayerischen Sozialdemokraten Wilhelm Hoegner und dem ehemaligen Reichskanzler Joseph Wirth her. Zusammen entwarfen sie Plane fur eine mogliche Nachkriegsordnung und versuchten diese den Alliierten nahe zu bringen. Ritzel vermittelte eine bescheidene finanzielle Unterstutzung des Schweizer Arbeiterhilfswerkes, so dass Braun zumindest nicht mehr betteln musste.

Nachwirkung

thumb|260px|In Berlin-Mitte, Nahe Alexanderplatz

Obwohl er einer der machtigsten Manner der Weimarer Republik war, verschwand Braun nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend aus dem offentlichen Gedachtnis, seine Vorstellungen fur eine Nachkriegspolitik waren nicht durchsetzungsfahig. Weder seine politischen Ansichten noch das, was er symbolisierte, passten in die geanderte Lage in Deutschland. Der alte Freistaat Preussen war nun auf die vier Staaten Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, Polen und Sowjetunion verteilt, die Vorstellung eines genuin demokratischen und republikanischen Sozialismus lief im Kalten Krieg sowohl westlichen wie ostlichen Politikkonzeptionen zuwider. In der SBZ und der spateren DDR war er sowohl als Sozialdemokrat wie als Preusse viel zu nah am so bezeichneten Revanchismus, um eine Wurdigung erfahren zu konnen. In der Bundesrepublik dominierte lange Jahre Konrad Adenauer, uberzeugter Gegner des Preussentums und des Sozialismus wie auch Brauns innenpolitischer Gegner uber viele Jahre. Daneben wurde Brauns Einsatz fur die Republik uber lange Jahre durch seinen letztendlichen Misserfolg und seine weitgehende Passivitat wahrend des Preussenschlags in den Schatten gestellt.

Erst in den 1970ern begann sich die Geschichtswissenschaft wieder fur Otto Braun zu interessieren. Seit 1995 ist in Berlin eine Strasse nach ihm benannt, die zuvor Hans-Beimler-Strasse hiess.

Werke

  • Otto Braun: Von Weimar zu Hitler. Europa Verlag Zurich, datiert 1940, erschienen im Herbst 1939. Otto Braun erhielt 1941 eine einzige Zahlung von 857 Franken als Honorar.

Ehrungen

  • Im Haus 2 (http://staatsbibliothek-berlin.de/deutsch/allgemeines/lageplaene/potsdamer_strasse.html) an der Potsdamer Strasse hat die Berliner Staatsbibliothek einen ihrer grossen Versammlungssale nach Otto Braun benannt. Dort finden Mitarbeiter-Vollversammlungen der Stiftung Preussischer Kulturbesitz und Ausstellungen (http://staatsbibliothek-berlin.de/deutsch/ausstellungen/) statt.

Literatur

  • Hagen Schulze: Otto Braun oder Preussens demokratische Sendung. Eine Biographie. Ullstein, Frankfurt am Main, Berlin 1981, ISBN 3550073550. (Standardwerk zum Thema. Entstanden durch ein mehrjahriges Stipendium der Stiftung Preussischer Kulturbesitz und umfangreichen Zugriff auf die Archive. Die erste Auflage stammt von 1977 (Propylaen), die zweite von 1981 ist inhaltlich an einigen Stellen uberarbeitet. Die Offnung der Archive seit 1990, unter anderem der preussischen Staatsregierung, hat noch nicht zu neuen Veroffentlichungen gefuhrt.)
  • Brauns personlicher Nachlass befindet sich zum einen bei der Stiftung preussischer Kulturbesitz, zum anderen in Handen des International Institute of Social History in Amsterdam.
  • Manfred Beer: Otto Braun als preussischer Ministerprasident. Universitat Wurzburg, Dissertation 1970
  • Gordon A. Craig: Preussentum und Demokratie. Otto Braun und Konrad Adenauer. Steine, Stuttgart 1986
  • Dieter Hertz-Eichenrode: Politik und Landwirtschaft in Ostpreussen 1919–1930. Westdeutscher Verlag, Koln 1969
  • Erich Kuttner: Otto Braun. Volksfunk-Verlag, Volksausgabe, Berlin 1932
  • Cecile Lowenthal-Hensel: Otto Braun, 1872–1955: Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs Preussischer Kulturbesitz; 11. Dezember 1984 bis 31. Januar 1985. Berlin 1985
  • Wilhelm Matull: Preussischer Ministerprasident der Weimarer Zeit: Gedenkreden anlasslich seines 100. Geburtstages am 4. Marz 1972. Veroffentlichungen der Ostdeutschen Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen, Dortmund 1973
  • Hagen Schulze: Ruckblick auf Weimar. Ein Briefwechsel zwischen Otto Braun und Joseph Wirth im Exil. In: Vierteljahreshefte fur Zeitgeschichte 26, 1 (1978), S. 144–185
  • Peter Lessmann: Die preussische Schutzpolizei in der Weimarer Republik. Streifendienst und Strassenkampf, Dusseldorf 1989

Weblinks

  • Video von Brauns Reaktion auf den Staatsstreich in Preussen (http://www.preussen-chronik.de/episoden/010600.jsp)
  • Inventar des Braun-Nachlasses beim International Institute of Social History (http://www.iisg.nl/archives/html/b/10729169.html)
  • Vergleich der Situation des Reichs und Preussens 1918-1933 (http://www.informatik.hu-berlin.de/~goebel/ha/ha_prussia.htm)
  • Detaillierte Schilderung der Ereignisse vom 20. Juli 1932 bis 6. Februar 1933 (http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt00/0010gesd.htm)
  • Lithographie von Braun (http://www.luene-info.de/preussen/stumpp/sondost.html)
  • Foto 1925 (http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/obraun/index.html)
  • Wahlplakat zur Prasidentschaftswahl 1925 (http://www.fes.de/archiv/_weimar/2160.htm)

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